Qualitätssicherung in der SGNC

Qualitätsdefinition der WHO

Die Beurteilung der Qualität im Gesundheitswesen sollte zum Zweck haben, dem Patienten diagnostische und therapeutische Behandlungen zu ermöglichen, die ihm nach aktuellem medizinischen Wissensstand die bestmöglichen Resultate und grösstmögliche Zufriedenstellung, kostengünstig und mit vertretbarem Risiko, mit
allen zur Verfügung stehenden Verfahren liefern.


In diesem Sinne ist es den Mitgliedern der Schweizerischen Gesellschaft für Neurochirurgie seit je her ein Anliegen, qualitativ hochwertigen Einsatz zum Wohle des Patienten zu leisten. Zentrale Elemente bei der Sicherung der Qualität stellen von Beginn an sowohl die gezielte Weiter- als auch Fortbildung  dar.

Zur weiteren Sicherung und Förderung der Qualität  wurde zudem 2005 das Ressort Qualitätssicherung gegründet. In Anlehnung an die Vorhaben des Ressorts Qualitätssicherung der FMCH, der die SGNC/SSNC angehört, wurden seitdem folgende Projekte in Abstimmung mit den Mitgliedern lanciert:

1. Aufklärung – "informed consent"
2. Datenbanken
3. Guidelines
4. CIRS



Aufklärung – "informed consent"

Im Zuge des Projektes "informed consent" der FMCH wurden 2006 durch die SGNC/SSNC für ihre Mitglieder standardisierte Aufklärungsprotokolle für verschiedenste Eingriffe der Hirn- und Wirbelsäulenchirurgie entwickelt.

Diese Aufklärungsprotokolle sowie allgemeine Empfehlungen zur Aufklärungsdurchführung finden Sie im Mitgliederbereich.

Datenbanken
In Einklang mit dem Projekt Quali-Bench der FMCH, wird derzeit für die SGNC/SSNC der Aufbau einer gemeinsamen Datenbank geplant.

Folgende Möglichkeiten bieten sich mit einer derartigen Datenbank:

  • die Erstellung der gesamten Klinik-Jahresstatistik 
  • die Erstellung persönlicher Operationslisten
  • Gewährleistung der Qualitätssicherung durch anonymes Benchmarking und Outcomeerfassung


Guidelines
In der Rubrik Guidelines werden in Kürze nationale und internationale Guidelines zu finden sein.

Es wird darauf hingewiesen, dass diese Guidelines nicht durch die SGNC/SSNC erarbeitet wurden und lediglich als Orientierungshilfe sowie der Fort- und Weiterbildung dienen. Die publizierten Guidelines stellen keine Verpflichtung für die Mitglieder der SGNC/SSNC dar.

CIRS
Das sogenannte Critical Incident Reporting System (CIRS) hat sich in den Spitälern in den letzten Jahren zu einem wichtigen Element des Riskmanagements entwickelt.

Das Erkennen eines Fehlers ist der erste Schritt zur Verbesserung. Ziel ist es, gemeinsam aus Fehlern zu lernen, indem kritische Zwischenfälle anonym gemeldet und gemeinsam diskutiert werden.

Bisher werden diese CIR-Systeme bevorzugt in den Spitälern etabliert. Das gewonnene Wissen verbleibt damit in der jeweiligen Klinik.

Damit auch schweizweit und somit spitalübergreifend ein Nutzen aus den gemeldeten Fällen gezogen werden kann, wurde 2006 durch die Stiftung Patientensicherheit www.patientensicherheit.ch das Projekt CIRRNET = Critical Incident Reporting and Reacting Network lanciert.

Die Pilotphase ist abgeschlossen. Seit 2010 können sich alle medizinischen Fachbereiche und Gesundheitsorganisationen der Schweiz an CIRRNET beteiligen.

Bei weiterführenden Fragen wenden Sie sich bitte an:
ute.buschmann@ksl.ch - Leiterin Ressort Qualitätssicherung SGNC/SSNC